Tabellenführer eine Nummer zu groß – Heimniederlage für VfL-Handballer
Im Heimspiel gegen den klaren Favoriten ASV Dachau war man sich auf VfL-Seite schon vor dem Anpfiff bewusst, dass alles zusammenpassen muss, wenn man mithalten will. Doch das klappte nur phasenweise. Nach einem engagierten Start konnte der VfL zunächst mithalten, doch die Gäste nutzten jede Nachlässigkeit konsequent aus.
Waldkraiburg hielt in den ersten Minuten mutig dagegen und blieb lange auf Tuchfühlung. Nach zehn Minuten stand es 5:7, und der VfL zeigte eine kämpferische Leistung. Doch Dachau bewies seine Klasse, nutzte kleine Fehler eiskalt aus und setzte sich über ein 7:11 auf 9:15 ab. Besonders in der Offensive tat sich der VfL schwer gegen die gut organisierte Gästeabwehr, während der ASV seine Chancen hochprozentig verwertete. Zur Pause stand ein 13:19 auf der Anzeigetafel.
Waldkraiburg kämpft sich heran – doch eine Schwächephase entscheidet das Spiel
Nach der Pause zeigte Waldkraiburg noch einmal Kampfgeist und konnte sich bis zur 45. Minute auf 21:24 heranarbeiten. Die Defensive stand kompakter, und das Spiel wurde offener. In der Aufholjagd wurde auch ein Kempa erfolgreich abgeschlossen. Doch genau in dieser Phase folgte der Knackpunkt der Partie: Zwei Strafwürfe gegen den VfL sowie zwei Zeitstrafen in kurzer Folge ließen die Gäste wieder auf 21:28 davonziehen.
Dachau nutzte diese Gelegenheit eiskalt aus und baute seinen Vorsprung erneut aus. In der Schlussphase fehlten den Hausherren die Kräfte und die nötige Konsequenz, um noch einmal entscheidend heranzukommen. So fiel das Ergebnis mit 23:34 am Ende deutlicher aus, als es der Spielverlauf lange vermuten ließ.
Die Dachauer klettern mit dem Sieg an die Tabellenspitze, während Waldkraiburg sich auf die kommenden Spiele konzentrieren muss. Die Punktverluste gegen direkte Konkurrenten wiegen schwerer als diese erwartbare Niederlage.
Durch den parallelen Punktgewinn des TSV Mainburg steht der VfL erstmals seit der Hinrunde wieder auf einem Abstiegsplatz, hat den Klassenerhalt aber weiterhin in eigener Hand. Das kommende Auswärtsspiel in Freising wird somit richtungsweisend für die Endphase der Saison, denn vom Tabellenfünften bis zum elften Platz ist für viele Teams sowohl der Klassenerhalt als auch der Abstieg noch möglich.
Kader und Torschützen VfL Waldkraiburg:
Lode K.-H., Michel; Voggenreiter (3), Zabelt (1), Pitsch (1), Lode S. (11/5), Kappes, Kippes (1), Leder (3), Lauber (1), Brus (1), Legler (1), Mittermeier, Radic.